Gelungene Kooperation am 21. rheinland-pfälzischen Demokratie-Tag

Asbacher Schülerinnen und Schüler zu Besuch am WTG

Neustadt (Wied), 24.09.2026. Eine Gruppe von 30 Schülerinnen und Schülern der Konrad-Adenauer-Schule – Realschule plus und Fachoberschule Asbach nutzte gemeinsam mit ihren Lehrern Jens Zimmermann und Werner Simon die Gelegenheit, am Wiedtal-Gymnasium eine Ausstellung zur Literatur des Exils und der Shoa zu erkunden, die von mehr oder weniger Gleichaltrigen erarbeitet worden war.

Vorgestellt wurden ihnen fünf Werke: die Exilromane Der Reisende von Ulrich Alexander Boschwitz und Transit von Anna Seghers, das Tagebuch der Anne Frank sowie die autobiographischen Berichte von Margot Friedländer und Tova Friedman, beide bekannt durch ihre Reden im Deutschen Bundestag und ihre Präsenz in den sozialen Medien.

Das Feedback der Besucherinnen und Besucher fiel überwiegend sehr positiv aus. Gelobt wurden die Vielseitigkeit und Kreativität, mit der die Thematik aufgearbeitet worden war. Die Präsentationen seien insgesamt sehr verständlich gewesen. Anhand des bereitgestellten Quiz habe man sich gezielt mit den verschiedenen Medien auseinandersetzen können. Und dass sie von zwei Schülerinnen, Antonia Roth und Joleena Mol (MSS 13), die an dem Projekt beteiligt waren, in ihr Thema eingeführt wurden, kam gut an. Eine Schülerin erklärte sogar, dass sie Anne Franks Tagebuch, das eines ihrer Lieblingsbücher ist, noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt habe.

Besonderes Interesse fand die Lebensgeschichte Margot Friedländers, die mit 21 Jahren nach der Deportation von Mutter und Bruder ganz alleine, ohne Familie ihren Weg gehen musste. Einige Mädchen empfanden ihre Geschichte als sehr berührend und konnten sich das gar nicht vorstellen. Wie man trotz solcher Erfahrungen die Hoffnung nicht verlieren kann, schien schwer begreifbar zu sein. Auch Margot Friedländers Aussage in dem Film „Angekommen“, dass sie der Generation heute keine Schuld gibt, aber möchte, dass sie nie vergessen, sei für die Schüler wichtig gewesen. „Sie haben auch verstanden, dass Friedländers Auftrag an uns, „Seid Menschen“, eine Verantwortung für Menschenwürde und Demokratie bedeutet“, so Anette Edelmann-Schneider, die dankenswerter den Besuch organisiert hatte.

Die Veranstaltung wurde von den Lehrkräften der Konrad-Adenauer-Schule als sehr passend zum Konzept ihres Demokratie-Projekttages eingeschätzt. Für die ‚Macher‘ der Ausstellung war es eine große Ehre und Freude, Gäste von außerhalb begrüßen zu können und dadurch viele konstruktive und hilfreiche Anregungen zu erhalten. Beide Seiten freuten sich über die gelungene Kooperation!

Text: Waltraud Strickhausen
Fotos: Jens Zimmermann