Theater zum Mitmachen – Das Phoenix Theatre begeisterte die Schüler des WTG

Anknüpfend an die gute alte Tradition, dass alle Schülerinnen und Schüler des Wiedtal-Gymnasiums einmal im Jahr in den Genuss einer englischsprachigen Theateraufführung kommen sollten, besuchte uns am 3. Juni 2026 die englische Theatertruppe The Phoenix Theatre. Aufgeführt wurden drei verschiedene Theaterstücke, inhaltlich und sprachlich angepasst an die jeweiligen Altersgruppen der Jahrgangsstufen 5 bis 7, 8 und 9 sowie 10 bis 12.

Mit minimalistischen Mitteln, einer Stellwand als  wechselnder Kulisse und ein paar wenigen Requisiten,  setzte das Schauspielduo Mia Glyn-Jones und Matthew Steven-James dank ihrer körperlichen und sprachlichen Präsenz die Stücke wirkungsvoll in Szene. Zwei davon wurden von der Theatergründerin  Kristi-Anne Seth selbst verfasst.

Für die Jüngsten gab es ein „Cowboy-Musical“ mit dem Titel Saddle Up, bei dem es in typischer Western-Manier um den Konflikt zwischen Gut und Böse ging. Das Stück New Beginnings or The American Dreamthematisierte die Hoffnungen, mit denen sich vor 100 Jahren Menschen aus Europa auf den Weg in die USA machten, und die Hürden, denen sie auf der von Einwanderern gefürchteten Insel Ellis Island begegneten.

Die Adaptation von Shakespeares Tragödie Richard III hatte Dramatikerin und Regisseurin Kelly Griffiths besorgt. Das Königsdramaals Zwei-Personen-Stück, kann das funktionieren? Es funktionierte, und sogar sehr gut, indem das Publikum in das Spiel einbezogen wurde. Die beiden Schauspieler verkörperten selbst eine ganze Reihe von Charakteren, rasante Kostümwechsel hinter der Stellwand eingeschlossen. Für die übrigen Rollen wurden Schüler auf die Bühne gerufen, die sich erstaunlich schnell in die ungewohnte Situation hineinfanden. Mit sichtlichem Spaß imitierten sie beispielsweise die hohen Knabenstimmen der im Tower gefangen gehaltenen Prinzen und intonierten die vorgesprochenen Verse. Schließlich musste das restliche Publikum als Chor die beiden feindlichen Lager König Richards und seines Kontrahenten Richmond repräsentieren.

Das Phoenix Theatre setzt auf starke visuelle Eindrücke, clowneske Einlagen, die Verstärkung der bei Shakespeare schon angelegten komischen Elemente, Gesang sowie eine expressive Gestik und Mimik, um sein junges Publikum in den Bann zu ziehen. Dies ist ihnen auch in Neustadt an der Wied hervorragend gelungen!

Der Dank des Publikums und der Fachschaft Englisch gilt Simone Wald, Sarah Hagemann und Simone Jodaitis für die Organisation der Veranstaltung im Rahmen des Programms „Kultur in der Schule“ sowie Andreas Rams von der Gemeinde Neustadt für die technische Betreuung.

 

Fotos: Simone Wald

Text: Waltraud Strickhausen