The biggest event ever - Großer „Jubiläums-Karrieretag“ am WTG

Noch keine 50 Jahre alt, aber dennoch schon eine lange und wertvolle Tradition am Wiedtal-Gymnasium in Neustadt (Wied) ist der Berufsfindungstag, wofür dieses Jahr rund 60 Referentinnen und Referenten - unter ihnen viele Ehemalige - am Samstag, 15. November 2025, ihre freie Zeit zur Verfügung stellten.

Dass sich das lohnte, zeigte die positive Resonanz vieler Schülerinnen und Schüler des WTGs. „Das hat mir wirklich viel gebracht, jetzt weiß ich schon genauer, wie es für mich nach der Schule weitergehen wird“, zeigte sich Annika K. aus der Jahrgangsstufe 13 überzeugt.

Schwerpunkte bildeten die verschiedensten Tätigkeiten im Gesundheitswesen, in den sozialen und pädagogischen wie auch technischen Berufen, im Handwerk und der industriellen Produktion. Großer Beliebtheit erfreuen sich offensichtlich duale Studien- und Ausbildungsgänge. Ebenso gab es Präsentationen zu Berufslaufbahnen bei der Polizei, bei der Bundeswehr oder auch beim Bundesfreiwilligendienst.

Der Bereich der Justiz war stark vertreten durch die Bonner Richterin Anke Klatte und die Rechtsanwälte Hanna Schellberg sowie Roch L. Zufferey aus der Schweiz. Daneben waren weitere klassische Studiengänge zu finden: die Medizin, Veterinärmedizin und Pharmazie, die Molekularbiologie, Physik, Mathematik und andere mehr.

Zum Teil mit Studienberatung oder auch mit speziellen Fachrichtungen waren vertreten die RWTH Aachen, die Hochschule Koblenz, Hochschule Bonn Rhein Sieg und der Bildungscampus Neuwied. Sabrina von Burgsdorff repräsentierte das Unternehmen AIFS (American Institute for Foreign Study), das diverse Möglichkeiten eines Auslandsstudiums oder Auslandsaufenthalts anbietet.

Auch die journalistische und die künstlerische Sparte kamen nicht zu kurz. Juliane Orth und Alexander Buss stellten ihre Studiengänge, Digitaler Journalismus und Technologie sowie Visuelle Technikkommunikation, vor. Andrei Stirbu informierte über die PIXL VISN | media arts academy, eine Kunstschule in Köln, die auf 3D-Animation, Visual Effects (VFX) und Game Art spezialisiert ist, und Hubertus Graf von Montgelas über die Rhein-Sieg-Akademie für realistische bildende Kunst und Design. 

Ein jeweils eigenes Programm gab es, wie gewohnt, für die Klassenstufen 9 und 10. Die Neuner wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Verbandsgemeinde Asbach, der Sparkasse Neuwied und der Raiffeisenbank in die Thematik des Bewerbens eingeführt. Die beiden Mitarbeiterinnen des kürzlich durch Fusion entstandenen Großkonzerns JBT Marel (Standort Oberlahr) sorgten mit dem englischsprachigen Werbefilm ihres Unternehmens für anfängliche Irritation und die Erkenntnis, dass sehr gute Englischkenntnisse heutzutage in vielen Berufsfeldern zu den Grundvoraussetzungen gehören. Die Schülerinnen und Schüler lernten anhand von Vorlagen die aktuell üblichen Formate von Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf kennen, konnten sich an einem Einstellungstest versuchen und erfuhren, u.a. auch durch simulierte Bewerbungsgespräche, worauf es für eine erfolgreiche Bewerbung ankommt.

Speziell für die Jahrgangsstufe 10 hatten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Wirtgen Group, der Handwerkskammer Koblenz, der Bundesagentur für Arbeit und der Fachoberschule Asbach Informationen über die Bedeutung von Betriebspraktika und die betriebliche Ausbildung als attraktive Alternative zum klassischen Abitur und Studium vorbereitet. Herr Hecking stellte in einem interaktiven Vortrag die Future Factory, eine gemeinsame Initiative der Verbandsgemeinde Asbach und der Wirtgen Stiftungen vor.

Der Berufsfindungstag des Jubiläumsschuljahres 2025/26 bot erneut ein sehr vielfältiges Angebot an Einblicken in diverse berufliche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten, was sie als Schülerin „immer schon sehr geschätzt“ habe, so Referentin Sophie Prangenberg.

Letztmalig - leider - wurde die Veranstaltung im Vorfeld aufwändig geplant und organisiert von Anette Edelmann-Schneider, wie schon in den Vorjahren mit Unterstützung von Sarah Wasna und Nathalie Katthagen. Ein sehr selbstständiges Phoenix-Technik-Team sorgte für einen reibungslosen Ablauf am Berufsfindungstag selbst. Dem Schulelternbeirat gilt allseitiger Dank für die, wie immer, vorzügliche Versorgung während der Pausen, die als Gelegenheit zu anregenden Gesprächen gerne genutzt wurden, ebenso wie dem Förderverein für seine Unterstützung.

 

Text: Tim Ludwig,

Waltraud Strickhausen

Fotos: Anette Edelmann-Schneider,

Thorsten Mehlfeldt